Sehenswertes in Speyer

Nichts lässt das mittelalterliche deutsche Reich so sehr wieder aufleben wie der Kaiserdom in Speyer , das größte Bauwerk seiner Zeit. Der im frühen 11. Jahrhundert geweihte Dom ist das größte romanische Bauwerk in Deutschland. Nach Bränden, Kriegen und Restaurierungen wurde der Dom in den Jahren 1957 bis 1961 wieder in seine ursprüngliche Form gebracht. Betritt man die Kirche durch das einzige, in einem Stufenbogen eingefasste Westportal, wird man sofort von der Weite der Proportionen ergriffen; die gesamte Länge des Kirchenschiffs und des Ostchors öffnet sich, erhellt vom gedämpften Tageslicht von oben. In der Kirche befinden sich die Königsgräber von vier Kaisern, drei Kaiserinnen und vier deutschen Königen sowie eine Reihe von Bischofsgräbern. Sie ist von April bis Oktober montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr, samstags von 9 bis 18 Uhr und sonntags von 13.30 bis 18 Uhr geöffnet, außerhalb der Saison täglich von 9 bis 17 Uhr.

Eine weitere Attraktion ist das Historische Museum der Pfalz dessen Hauptattraktion der Domschatz ist. Das 1910 eingeweihte Museum ist in einem vierflügeligen Schloss untergebracht und liegt direkt neben dem Dom. Insgesamt befinden sich hier 300.000 Exponate zur Geschichte der Pfalz und der Stadt Speyer. Die Relikte stammen aus prähistorischer Zeit, wobei der Schwerpunkt auf der römischen und mittelalterlichen Epoche liegt.

Im Weinmuseum wird gezeigt, wie die Römer ihren Wein herstellten. Auch die älteste Weinflasche der Welt (ca. 300 n. Chr.) ist ausgestellt. In der Schatzkammer sind Fundstücke aus den Gräbern ehemaliger Kaiser unter dem Dom ausgestellt. Das berühmteste Exponat ist der bronzezeitliche Goldhut von Schifferstadt. Dabei handelt es sich um einen goldenen, kegelförmigen Gegenstand, der in der Antike bei religiösen Feiern verwendet wurde. Der Eingang zum Historischen Museum befindet sich am Domplatz. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 € für Erwachsene, 3 € für Kinder bis 16 Jahre.

Das Technik-Museum, Geibstraße 2 (Tel. 06232/67080; www.technik-museum.de), ist in einem ehemaligen Flugzeughangar von 1913 untergebracht. Hier können Sie eine Vielzahl von Flugzeugen, Lokomotiven, Oldtimern, Feuerwehrfahrzeugen und sogar automatischen Musikinstrumenten besichtigen. Für viele ist der größte Nervenkitzel, in ein 20 Tonnen schweres U-Boot zu steigen, das einst die alliierte Schifffahrt im Atlantik terrorisierte.

An das Museum angegliedert ist das Marinemuseum, das eine reiche Sammlung historischer Schiffsmodelle zeigt. Teil der Attraktion ist ein monumentales 3-D IMAX-Kino. Der Eintritt in die beiden Museen kostet 15€ für Erwachsene, 11€ für Kinder bis 15 Jahre. Es ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Dreifaltigkeitskirche in der Großen Himmelsgasse wurde von 1701 bis 1717 in einem aufwendigen Barockstil erbaut. Sie ist eine der am reichsten ausgestatteten und geschmückten Kirchen am Rhein und die einzige noch erhaltene aufwändige Barockkirche in der Rhein-Main-Neckar-Region; im Inneren befindet sich eine zweigeschossige Empore mit einer prächtigen Balustrade aus handwerklich bemalten Holzkappengewölben. Johann Peter Grabner, Hofbaumeister der Pfalz, hat die Kirche entworfen. Erkundigen Sie sich beim Verkehrsamt Speyer, ob die Kirche am Tag Ihres Besuchs geöffnet ist.

Speyer war eines der wichtigsten Zentren der jüdischen Kultur entlang des Rheins, obwohl heute nur noch wenig von dieser Siedlung übrig ist. Einige Ruinen des alten Jüdischen Viertels sind jedoch noch hinter dem Historischen Museum der Pfalz zu sehen. Man betritt die Ruinen von der Judengasse aus und bezahlt den Eintritt am Pförtnerhaus. An der Ostwand der ehemaligen Synagoge befindet sich das Judenbad (hebräisch: Mikwe), ein rituelles Badehaus für Frauen aus dem 12. Jahrhundert. Die Baumeister, die den Dom errichteten, bauten auch dieses Badehaus, das älteste und am besten erhaltene Relikt seiner Art im Land und eine ergreifende, nostalgische Erinnerung an eine verschwundene Kultur. Die Stätte ist von April bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 2 €.

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